über mich

elevator-1598431Tja, wer bin ich eigentlich. Wenn ich das wüßte, wäre ich glaub ich nicht hier. Ich hab so schrecklich viele Gesichter und Themen daß ich selber manchmal durcheinanderkomme.

Ich habe Innens und Außens, ich habe spannende Diagnosen, schräge nonkonforme Ansichten und ein sehr andersartiges Leben inmitten eines überaus spießigen Drumrums.

Aktuell bin ich 36 Jahre alt. Ich habe Mann, Kind, einen Bauchzwerg, Hund und 2 Katzen. Ich wohne mit meiner Familie in einem uralten Bauernhaus irgendwo im Nirgendwo am Rande einer Großstadt und versuche mich irgendwie mit meinem Job als Selbständige über Wasser zu halten. Ich habe im Außen wohl ein ziemlich langweiliges Leben. Ach nee, halt. Das ist nur auf den ersten Blick so. Ich bin ein kreativer Chaot dem irgendwie nie die Ideen ausgehen, ich liebe es Dinge selber zu machen oder neu zu lernen, ich bin ein geborener Tausendsassa, interessiere mich eigentlich für alles und jeden. Ich gehe gerne zu düsteren Parties, kann stundenlang in Musik und Bildern schwelgen. Ich mag Fetischparties genauso wie Nachmittage bei Kaffee und leckerem selbstgebackenen Kuchen und mir ist kein persönlicher Abgrund bisher fremd. Ich bin schwer empathisch und feinfühlig und muss mich daher immer öfter von falschen oder negativen Menschen fernhalten, weil deren Inneres was dann zu meinem wird mich sonst umbringt. Ich wirke daher oft distanziert, arrogant, seltsam und unnahmbar. Ich habe aber nunmal eine schwere Allergie gegen unechte Menschen und Oberflächlichkeit macht mich krank. Das muss ja nicht sein. Sonst mag ich aber eigentlich Menschen durchaus gerne, am liebsten echte Menschen mit Tiefgang. Der Mensch ist nicht umsonst mein Spezialgebiet.
Was sonst noch?
Ich bin eine Überlebende und ja, ich lebe jetzt endlich. Ich habe Dinge überlebt von denen ahnen nichtmal die härtesten Menschen daß es sowas überhaupt geben kann.Ich glaub ich bin wohl ziemlich stark, stärker als ich es selber manchmal sehen kann. Generell ist mein Selbstbild zwar ein realistisches, aber ein eher sehr nebulöses Bild. Ich kann mich selber nur schwer sehen. Ich weiß oft nicht wie ich mich grade fühle, wie ich Dinge finde, was ich eigentlich mag und was nicht.

Ich bin so ganz offiziell Autist aber irgendwie oft auch anders als die anderen, ich bin vielschichtig schräg verknüpfter Synästhesist der auch in keine gängige Synnie-Schublade paßt, Warpgeschwindigkeitsdenker auf 50 Ebenen gleichzeitig, lebe lieber denkend im Kopf als im Außen, bin zudem auch noch multipel aber ihr ahnt es: irgendwie anders als „man“ so als multipler ist, mein Körper macht permanent seltsame Mätzchen und reagiert oft sehr pussyhaft auf mein Inneres mit Streik und Krankheiten. Ich kann mich durch denken zum Glück ganz gut immer selber reparieren und komme so halbwegs durchs Leben.
Überhaupt liebe ich mein schnelles Denken. Daher kommt es manchmal vor daß ich in einem Satz etwas sage, das ich im nächsten schon wieder ganz anders sehe. Sprechen ist einfach viel zu langsam und kompliziert wie ich finde. Ich habe irgendwie eine andere Sprache im Kopf die ich immer erst umständlich übersetzen muss. Dazu gibt es in der Sprache viel zuwenige Worte für Dinge die ich sagen möchte. Daher spreche ich nicht so gerne. Da bleibt einfach viel zuviel auf der Strecke. Schreiben geht da schon besser, wenngleich es auch nicht ideal ist. Aber ich lese mich gerne während ich schreibe. Das ist manchmal wie ein Zwiegespräch mit mir selber. Indem ich versuche Dinge zu formulieren kann ich sie manchmal von einer ganz anderen Perspektive aus sehen und komme wieder zu neuen tollen Gedanken die mich meist auch voranbringen. Ich nenne es immer schreibdenken. Also schreib ich hier mal so vor mich hin. Völlig Themenlos, völlig frei Schnauze. Einfach als schreibdenkendes Zwiegespräch mit mir selber.

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